Können Viren ein iPad infizieren?
Wenn Ihr iPad sich plötzlich seltsam verhält, die Akkuleistung schneller als gewöhnlich nachlässt oder Popup-Warnungen erscheinen, dass es "infiziert" sei, sollten Sie genauer hinsehen. Lesen Sie weiter, um zu verstehen, was tatsächlich vor sich geht und wie Norton Mobile Security für iOS Ihr iPad schützen kann.
- So erkennen Sie, ob Ihr iPad eventuell von Malware befallen ist
- iPad-Sicherheitsbedrohungen, auf die Sie achten sollten
- So entfernen Sie Viren und Malware von Ihrem iPad
- So schützen Sie Ihr iPad (12 Tipps von Experten)
- Schützen Sie Ihr iPad mit einer leistungsstarken Sicherheits-App
- Häufig gestellte Fragen
Ja, iPads und andere iOS-Geräte können Viren bekommen – zumindest theoretisch. Bei Apple gelten im App Store jedoch strikte Sicherheitsvorschriften, und Apple hat sein Betriebssystem mit robusten Schutzmechanismen ausgestattet, die Apps isolieren und voneinander abschotten – dadurch wird verhindert, dass sich Infektionen auf dem gesamten Gerät ausbreiten.
Aber auch wenn dadurch das Risiko klassischer, sich selbst verbreitender Viren praktisch gegen Null geht, bleiben iPads anfällig für andere Formen von Malware sowie für Phishing- und Hacking-Angriffe. In diesem Artikel zeigen wir die wirklichen Risiken auf, vor denen Sie sich in Acht nehmen müssen, und erklären, wie Sie Ihr iPad absichern können.
So erkennen Sie, ob Ihr iPad eventuell von Malware befallen ist
Die meisten iPad-Bedrohungen machen sich nicht mit einer unmissverständlichen Warnung wie "Sie sind infiziert" bemerkbar. Stattdessen zeigen sie sich durch kaum merkliche Veränderungen im Verhalten Ihres Geräts. Wenn Ihnen ungewöhnliche Leistungsprobleme oder merkwürdige Vorgänge auffallen, könnte Ihr iPad mit Malware oder einer schädlichen Konfiguration infiziert sein.
Ihr iPad könnte von Malware befallen sein, wenn Sie Folgendes bemerken:
- Popups oder gefälschte Viruswarnungen: Seltsame Popups oder Warnmeldungen, die behaupten, Ihr iPad sei infiziert, sind häufig Betrugsversuche. Klicken Sie nicht darauf – mit gefälschten Viruswarnungen will jemand Ihnen personenbezogene Daten stehlen oder Sie zu betrügerischen Diensten locken.
- Unbekannte Apps tauchen auf: Wenn Apps, an deren Installation Sie sich nicht erinnern können, plötzlich auf Ihrem Startbildschirm oder in Ihrer App-Mediathek auftauchen, kann dies auf einen schädlichen Download oder ein kompromittiertes Profil hindeuten.
- Ständige Browser-Weiterleitungen: Wenn Safari Sie zu beliebig wirkenden Werbeanzeigen oder unbekannten Suchmaschinen weiterleitet, anstatt die von Ihnen ausgewählte Seite zu öffnen, könnte etwas Sie beim Surfen beeinträchtigen.
- Kalender-Spam: Ein Tippen auf einen verdächtigen Link kann unbemerkt ein schädliches Kalenderabonnement hinzufügen, das Ihren Kalender mit falschen Warnmeldungen, Terminen und anderen Kalender-Spamnachrichten überflutet.
- Schnelles Entladen des Akkus: Malware oder schädliche Hintergrundaktivitäten können zusätzliche Rechenleistung verbrauchen und dazu führen, dass sich Ihr Akku schneller entlädt als gewöhnlich.
- Ihr iPad läuft langsamer oder friert ein: Wiederholte Verzögerungen, Abstürze oder Einfrieren – besonders nach der Installation einer neuen App oder dem Besuch einer fragwürdigen Website – können auf unsichere Skripte oder Malware-ähnliches Verhalten hinweisen.
Wenn das iPad langsam läuft oder die Akkulaufzeit nachlässt, bedeutet das nicht automatisch, dass es mit Malware infiziert ist. Wenn diese Probleme jedoch zusammen mit verdächtigen Vorgängen wie hartnäckigen Web-Weiterleitungen oder aggressiven Popups auftreten, ist das ein deutlicheres Anzeichen dafür, dass möglicherweise etwas Schädliches Ihr Gerät stört.
iPad-Sicherheitsbedrohungen, auf die Sie achten sollten
Außer Viren und Malware gibt es weitere Risiken für iPad-Benutzer. Tatsächlich sind Sie beim iPad eher von anderen Sicherheits- und Datenschutzrisiken betroffen – etwa von Betrugsversuchen, wobei man Ihnen personenbezogene Daten entlocken will, von unsicheren Apps oder gefälschten Phishing-Websites.
Bedrohungsart |
Zugang zum iPad |
Wichtigstes Risiko |
|---|---|---|
Malware |
Gefälschte oder infizierte App-Installationen |
Datendiebstahl oder Systemschäden |
Phishing |
Betrügerische Links oder gefälschte Websites |
Diebstahl von Anmeldedaten und Kontozugriff |
Spyware |
Verborgene Apps |
Verfolgung persönlicher Aktivitäten und Daten |
Adware |
Bösartige Werbenetzwerke |
Lästige oder gefährliche Popups |
Ransomware |
Per Jailbreak manipulierte Geräte |
Gesperrter Zugriff und Lösegeldforderungen |
Apple stattet iPadOS zwar mit starken Schutzfunktionen aus, aber Betrüger finden dennoch immer wieder neue Wege, um Benutzer anzugreifen. Wenn Sie prüfen möchten, ob Ihr iPad von einem Virus befallen ist, informieren Sie sich zunächst über die gefährlichsten Sicherheitsbedrohungen, auf die Sie bei der Verwendung eines iPads achten sollten:
iPad-Malware und schädliche Apps
Malware – eine Bezeichnung für Malicious Software (Schadsoftware) – kann je nach ihrer Programmierung Unterschiedliches anrichten, sobald sie nach dem Herunterladen einer infizierten App Zugriff auf Ihr Telefon erhält: Sie kann etwa Ihre personenbezogenen Daten erfassen, Ihre Onlineaktivitäten ausspähen oder Ihr Surfverhalten aufzeichnen.
Da Apps jedoch ausschließlich aus Apples App Store heruntergeladen werden können und dort jede App vor der Aufnahme geprüft wird, laden iPad-Nutzer nur selten eine infizierte App herunter. Darüber hinaus führt iOS nach dem Herunterladen einer App eine Codesignaturprüfung durch, bevor die App zum ersten Mal geöffnet wird – um sicherzustellen, dass sie seit der Veröffentlichung durch den Entwickler nicht verändert wurde.
Eine Ausnahme hiervon besteht vor allem dann, wenn Ihr iPad per Jailbreak manipuliert wurde und Sie Apps aus dubiosen Drittquellen herunterladen. Das könnte Sie anfällig für bösartige Apps machen, die Ihre Daten stehlen – oder Schlimmeres anrichten.
iPad-Adware und unerwünschte Popups
Adware bombardiert Sie mit Werbung und anderen Popups, verfolgt dabei häufig auch Ihr Verhalten im Netz und überwacht Ihre Aktivitäten. Manche Adware versucht, Sie auf infizierte Websites zu locken, wo weitere Bedrohungen lauern.
Zum Glück lässt sich Adware meist leicht beseitigen. Da sich viele Arten von Adware im Web-Cache einnisten, kann bereits das Löschen Ihrer Cookies, Ihres Browserverlaufs und Ihrer Browserdaten hilfreich sein.
So löschen Sie den Verlauf und die Website-Daten auf dem iPad, um Adware zu entfernen:
- Gehen Sie zu den Einstellungen, tippen Sie auf Apps und wählen Sie Safari.
- Wählen Sie Verlauf und Websitedaten löschen.
- Bestätigen Sie durch Tippen auf Verlauf löschen.
iPad-Spyware und Daten-Tracking
Spyware ist eine Form von Malware, die ohne Ihr Wissen Ihre Aktivitäten überwacht. Sie kann sich als legitime Software tarnen und unbemerkt Informationen über Sie sammeln – wie ein Trojaner.
Darum ist Spyware so tückisch:
- Sie sammelt Ihre persönlichen Daten und gibt diese an Werbetreibende, Datenfirmen oder andere weiter.
- Sie verfolgt Ihre Online-Aktivitäten, von Ihrem Browserverlauf und Ihren Downloads bis hin zu Tastenanschlägen und Nachrichten.
- Sie erfasst vertrauliche Daten wie Anmeldeinformationen, gespeicherte Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierungscodes.
- Ihr Gerät kapern und aus der Ferne steuern.
Wenn Ihr Gerät ungewöhnlich langsam ist, unerwartet abstürzt, der Festplattenspeicher zur Neige geht oder plötzlich viele Popups erscheinen, könnte es mit Spyware infiziert sein. Nutzen Sie einen Spyware-Entfernungsdienst, um Ihr Gerät auf Spyware zu durchsuchen und sämtliche Spuren davon zu beseitigen.
iPad-Phishing und Betrugs-Websites
Phishing ist eine Form von Cyberangriff, bei der Betrüger versuchen, Sie dazu zu verleiten, personenbezogene Daten preiszugeben, mit deren Hilfe sie sich dann Zugriff auf Ihre Finanzen oder Online-Konten verschaffen können. Auf einem iPad können Sie in E-Mails oder gefälschten Textnachrichten auf Phishing-Versuche stoßen.
Diese Methoden haben zu einer neuen Form von Cyberkriminalität geführt, die als VibeScams bezeichnet wird. Dabei wirkt etwas gerade lange genug echt, dass Betrüger Sie um Ihr Geld oder Ihre personenbezogenen Daten bringen können. Dieses Phänomen wird in unserem Threat Report zum 3. Quartal ausführlich behandelt.
Hier sind einige Anzeichen, die auf einen iPad-Phishing-Betrug hinweisen:
- Die Nachricht enthält eine dringlich formulierte Warnung vor einem Problem und drängt Sie, "sofort zu handeln".
- Die Nachricht enthält Rechtschreib- oder Grammatikfehler.
- Der Absender möchte, dass Sie persönliche Daten bestätigen, einen Anhang herunterladen, einen Link anklicken oder mit personenbezogenen Daten antworten.
Um Phishing-Angriffe zu vermeiden, reagieren Sie niemals auf verdächtige E-Mails oder Textnachrichten. Wenn Sie ganz sichergehen möchten, schließen Sie den Safari-Browser, löschen Sie den Cache, und starten Sie Ihr iPad neu.
iPad-Ransomware
Ransomware ist eine Form von Malware, die Nutzer aus ihrem Gerät aussperrt und für die Wiederherstellung des Zugriffs Lösegeld fordert. Auf iPads haben Ransomware-Angriffe weniger Aussicht auf Erfolg, da Apples Sicherheitsarchitektur verhindert, dass Apps auf das gesamte System zugreifen oder es verschlüsseln können.
Bei per Jailbreak manipulierten iPads sieht die Sache allerdings anders aus. Beim Jailbreaking werden die integrierten Schutzfunktionen von Apple außer Kraft gesetzt – was Tür und Tor für schädliche Apps, Skripte oder andere Arten von Ransomware öffnet, die Ihr Gerät sperren und Ihre Daten als Geisel nehmen können. Wenn Sie auf Ihrem iPad auf Ransomware stoßen, zahlen Sie kein Lösegeld. Führen Sie stattdessen einen Scan mit seriöser Antivirensoftware durch, um die Bedrohung zu erkennen und zu beseitigen.
So entfernen Sie Viren und Malware von Ihrem iPad
Wenn Ihr iPad mit einem Virus oder anderer Malware infiziert ist, lässt sich das Problem in der Regel schnell beheben und Ihr iPad neu absichern. So entfernen Sie Viren und Malware von Ihrem iPad:
iPad neu starten
Möglicherweise liegt nur eine Störung oder ein Fehler vor, und Ihr iPad ist nicht infiziert. Versuchen Sie daher zunächst, das Gerät neu zu starten, um zu sehen, ob dies das Problem behebt. So starten Sie Ihr iPad neu:
- Halten Sie die obere Taste und eine der beiden Lautstärketasten an Ihrem iPad gedrückt, bis der Schieberegler zum Ausschalten erscheint.
- Ziehen Sie den Schieberegler und warten Sie, bis das Gerät ausgeschaltet ist. Dies dauert etwa 30 Sekunden.
- Halten Sie die obere Taste gedrückt, um das Gerät wieder einzuschalten.
Verdächtige Apps löschen
Wenn Sie auf Ihrem iPad eine App entdecken, an deren Download Sie sich nicht erinnern können, handelt es sich möglicherweise um Spyware oder eine andere Art von Malware. Löschen Sie sie einfach wie jede andere App auch. Entfernen Sie wie folgt verdächtige Apps oder solche, die Sie kurz vor Auftreten der Probleme installiert haben:
- Halten Sie das App-Symbol gedrückt, bis ein Pop-up-Menü erscheint.
- Tippen Sie auf App entfernen und dann auf App löschen, um den Vorgang zu bestätigen.
Wenn Sie außerdem Ihre App-Mediathek durchsuchen möchten, gehen Sie zu Einstellungen > Apps. Dort werden die Apps alphabetisch angezeigt.
Cache und Verlauf in Safari löschen
Den Cache und Verlauf zu löschen, kann dazu beitragen, die Ursache unerwünschter Popups und Weiterleitungen zu beseitigen. Manchmal rühren diese Probleme von zwischengespeicherten Daten einer dubiosen Website her, die Sie besucht haben. Diese Dateien können Safari dazu veranlassen, diese Seiten oder Anzeigen erneut zu öffnen. So löschen Sie Ihren Safari-Verlauf und -Cache:
- Öffnen Sie Einstellungen > Safari.
- Tippen Sie auf Verlauf und Websitedaten löschen (Sie werden dann aufgefordert anzugeben, wie viele Verlaufsdaten gelöscht werden sollen).
- Tippen Sie auf Verlauf löschen.
Sicherheits-Scan mit einer vertrauenswürdigen Sicherheits-App für iOS durchführen
Ein Sicherheitsscan kann Ihnen helfen, Probleme auf Ihrem iPad aufzuspüren, die nicht immer offensichtlich sind – etwa schädliche Profile, unsichere Einstellungen oder riskante Websites, mit denen Sie interagiert haben.
Öffnen Sie den App Store auf Ihrem iPad, und suchen Sie nach einer vertrauenswürdigen Sicherheits-App. Beispielsweise bietet Norton Mobile Security für iOS Echtzeitschutz und eine kontinuierliche Überwachung, um Bedrohungen zu erkennen und abzuwehren.
iPad mithilfe eines Backups wiederherstellen
Wenn Sie Ihre Daten in iCloud sichern, können Sie durch Wiederherstellung Ihres iPads aus einem früheren Backup möglicherweise Malware entfernen, die sich im System verbirgt. So stellen Sie Ihr iPad mithilfe eines iCloud-Backups wieder her:
- Schalten Sie Ihr iPad ein, indem Sie die obere Taste gedrückt halten.
- Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm, bis Sie zu Apps & Daten übertragen gelangen.
- Wählen Sie Von iCloud-Backup wiederherstellen.
- Folgen Sie den angezeigten Anweisungen, um Ihre Daten wiederherzustellen.
iPad auf die Werkseinstellungen zurücksetzen
Wenn Sie kein Backup haben oder wenn Ihr Gerät bereits eingerichtet ist und immer noch Probleme bestehen, müssen Sie Ihr iPad möglicherweise auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.
Diese "letzte Notlösung" entfernt jede versteckte Malware, löscht aber auch alle Benutzerdaten von Ihrem Gerät. Greifen Sie also wirklich als letzten Ausweg darauf zurück. Überlegen Sie genau, ob Sie vor dem Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen wichtige Daten sichern müssen, um sie nicht unwiederbringlich zu verlieren.
So setzen Sie das Gerät auf die Werkseinstellungen zurück:
- Öffnen Sie Einstellungen > Allgemein > iPad übertragen/zurücksetzen.
- Tippen Sie auf Alle Inhalte & Einstellungen löschen.
So schützen Sie Ihr iPad (12 Tipps von Experten)
Eine Infektion eines iPads mit Malware mag zwar selten vorkommen, doch das bedeutet nicht, dass Ihr Gerät absolut sicher ist. Cyberkriminelle suchen ständig nach neuen Wegen, um in Geräte einzudringen. Hier sind einige grundlegende Maßnahmen, die Sie zum Schutz Ihres iPads ergreifen können.
1. iPad-Software aktualisieren
Apple behebt Sicherheitslücken in seinen Betriebssystemen zügig. Laden Sie daher die neuesten iPadOS-Updates herunter, sobald sie verfügbar sind – dies ist ist eine der wirksamsten Schutzmaßnahmen für Ihr iPad. So laden Sie die neueste Version des Betriebssystems Ihres iPads herunter und führen sie aus:
Öffnen Sie Einstellungen > Allgemein > Softwareupdate. Führen Sie das Update aus, und aktivieren Sie Automatische Updates, um künftig bequemen Zugriff auf Updates zu haben.
Ziehen Sie außerdem regelmäßige Backups für Ihr iPad in Betracht. Wenn Malware eindringt, müssen Sie möglicherweise alle Daten löschen und das Gerät auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Mit einem aktuellen Backup gehen zumindest nicht alle Ihre Dateien verloren.
2. Auf Jailbreak Ihres iPads verzichten
Jailbreaking umgeht die Sicherheitsmaßnahmen von Apple und ermöglicht es Malware über Apps von Drittanbietern auf das Pad einzuschleusen. Es ist am besten, das vorinstallierte Betriebssystem von Apple beizubehalten, wenn Sie alle damit verbundenen Sicherheitsmaßnahmen nutzen möchten.
Falls Sie das Gerät bereits per Jailbreak manipuliert haben und ein Problem mit Ihrem iPad feststellen, denken Sie nach, was Sie zuletzt heruntergeladen haben. Wenn Sie eine App aus einem Drittanbieter-App-Store heruntergeladen haben, könnte dies die Ursache Ihres Problems sein. Deinstallieren Sie die App und prüfen Sie, ob das Problem weiterhin besteht.
3. "Mein iPad suchen" aktivieren
"Mein iPad suchen" ist eine integrierte Funktion, die GPS nutzt, um Ihr Gerät bei Verlust oder Diebstahl zu orten. Es ist ratsam, diese Funktion zu aktivieren, bevor es zum Ernstfall kommt. Die Funktion "Als verloren markieren" ermöglicht es Ihnen, das iPad aus der Ferne zu sperren oder dessen Inhalte zu löschen. Es kann außerdem eine von Ihnen festgelegte Nachricht mit Ihrer Telefonnummer anzeigen, sodass Sie kontaktiert werden können, wenn jemand Ihr Gerät findet und es zurückgeben möchte.
So aktivieren Sie "Mein iPad suchen":
- Öffnen Sie die App Einstellungen.
- Tippen Sie oben auf dem Bildschirm auf Ihren Namen.
- Tippen Sie auf Wo ist?
- Setzen Sie den Schalter Mein iPad suchen auf Grün.
Wenn Sie Ihr iPad jemals orten müssen, öffnen Sie auf einem anderen iOS-Gerät die App "Wo ist?", und melden Sie sich mit Ihrer Apple-ID und Ihrem Passwort an. Danach sehen Sie den Standort des iPads.
Alternativ können Sie mit einem nicht iOS-basierten Gerät oder mit einem Desktop-Computer über einen Browser www.icloud.com aufrufen. Klicken Sie auf "iPhone suchen", und wählen Sie dann "Alle Geräte". Der Name Ihres iPads sollte angezeigt werden. Klicken Sie darauf, um den Standort und ein Menü mit Optionen anzuzeigen.
4. iPad mit einem Passcode sperren
Richten Sie die Passcode-Sicherheitsfunktion auf Ihrem iPad ein, damit es für Unbefugte schwerer wird, darauf zuzugreifen, falls es verloren geht oder gestohlen wird.
Um diese Funktion auf einem iPad mit Face ID zu aktivieren, gehen Sie zu Einstellungen > Face ID & Passcode > Code aktivieren.
5. Sperrbildschirm sichern
Sofern Sie Siri und Benachrichtigungen auf Ihrem Sperrbildschirm nicht deaktiviert haben, kann jeder, der Ihr iPad in die Hand nimmt, Siri verwenden, um beispielsweise Ihre Kalendertermine abzurufen und Erinnerungen zu erstellen. Er kann auch Ihre Benachrichtigungen auf dem gesperrten Bildschirm lesen. So deaktivieren Sie diese Funktionen:
- Öffnen Sie die Einstellungen.
- Tippen Sie auf Touch ID & &Code.
- Deaktivieren Sie unter Im Sperrzustand Zugriff erlauben alle Funktionen, auf die niemand zugreifen soll, solange der Bildschirm gesperrt ist – etwa Siri oder "Verpasste Anrufe zurückrufen".
6. App-Berechtigungen einschränken
Überprüfen Sie die auf Ihrem iPad installierten Apps und kontrollieren Sie die Berechtigungen, um Ihre Privatsphäre zu schützen. Beispielsweise könnten einige Apps Zugriff auf Ihr Mikrofon, Ihre Kamera oder Ihren Standort haben.
Wenn Sie die App nicht regelmäßig nutzen, sollten Sie in Erwägung ziehen, diese vollständig zu entfernen. Prüfen Sie ansonsten die App-Berechtigungen, und entziehen Sie alle Berechtigungen, die Ihnen unnötig erscheinen oder Ihre Privatsphäre verletzen.
Denken Sie daran, Apps ausschließlich aus dem App Store zu installieren, um zu vermeiden, dass Sie an zwielichtige Apps geraten, die Malware auf Ihr iPad einschleusen könnten.
7. Sichere Passwörter einrichten
Starke Passwörter gehören zu den wirksamsten Maßnahmen zum Schutz Ihrer Online-Konten; sie tragen dazu bei, Ihre kontospezifischen Daten und personenbezogenen Daten geschützt zu halten, selbst wenn Ihr iPad infiziert sein sollte. So erstellen Sie ein sicheres Passwort:
- Vermeiden Sie Begriffe, die man in einem Wörterbuch findet und somit leicht zu erraten sind.
- Verwenden Sie Sonderzeichen, Zahlen sowie Groß- und Kleinbuchstaben.
- Erstellen Sie für jedes einzelne Konto ein langes, eindeutiges Passwort.
8. Gerät regelmäßig sichern
Schützen Sie Ihre wichtigen Dateien, indem Sie regelmäßig Backups Ihres Geräts erstellen. Durch regelmäßige Datensicherungen lässt sich gewährleisten, dass Sie keine wertvollen Dateien verlieren, falls Ihr Gerät beschädigt oder gehackt wird.
Ihr iPad kann Ihre Daten automatisch sichern, wenn es gesperrt ist, mit dem Stromnetz verbunden ist und sich in einem WLAN-Netzwerk befindet. Prüfen Sie unter Einstellungen > iCloud > iCloud Backup, ob iCloud Backup eingerichtet ist.
9. Verdächtige Links und Anhänge meiden
Um sich auf Ihrem iPad vor Phishing zu schützen, meiden Sie verdächtige Links und Anhänge. Wenn Sie auf einen unbekannten Link klicken oder etwas herunterladen, kann Ihr Gerät mit Malware infiziert werden.
Phishing-E-Mails enthalten häufig verdächtige Links, die Ihr Gerät mit Malware infizieren oder Sie auf gefälschte Webseiten führen können, wo Sie nach sensiblen personenbezogenen Daten gefragt werden. Wenn Sie vermuten, dass es sich bei einer E-Mail um Spam handelt, löschen Sie sie, ohne auf Links zu klicken oder Anhänge herunterzuladen.
10. Zwei-Faktor-Authentifizierung verwenden
Verwenden Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), um Ihre Konten zu schützen und Ihr iPad vor Hackern zu sichern. Dadurch kann ein Hacker selbst bei Kenntnis Ihres Passworts nicht auf Ihr Konto zugreifen, ohne auch die zweite Verifizierungsform zu kennen. Normalerweise ist dies ein kurzer Code, der an Ihre E-Mail-Adresse oder Telefonnummer gesendet wird.
Aktivieren Sie 2FA für Ihr Apple-ID-Konto unter Einstellungen > Ihr Name > Anmeldung & Sicherheit&. Tippen Sie auf Zwei-Faktor-Authentifizierung, um diese zu aktivieren, und folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm.
11. VPN verwenden
Durch Nutzung eines VPN schützen Sie Ihr iPad in ungesicherten Netzwerken wie öffentlichem WLAN, wo Angreifer häufig durch Spoofing oder Man-in-the-Middle-Angriffe (MITM) versuchen, Malware einzuschleusen. Ein VPN verschlüsselt außerdem Ihre Ihre Internetverbindung und verhindert dadurch, dass Hacker Ihre Daten abfangen oder vertrauliche Vorgänge wie Anmeldungen, Nachrichten und Surfverhalten ausspähen.
Norton VPN bietet eine sichere WLAN-Verbindung und verwendet bankentaugliche Verschlüsselung, um Ihre Daten privat zu halten. Laden Sie Norton VPN herunter, um zu Hause oder unterwegs unbesorgt zu surfen.
12. Antivirensoftware für Mobilgeräte verwenden
Antivirensoftware für Mobilgeräte hilft Ihnen, sich gegen neue Bedrohungen zu wappnen, indem sie Ihr iPad über die integrierten Sicherheitsfunktionen von Apple hinaus zusätzlich schützt – sie blockiert Malware, erkennt riskante Aktivitäten und schützt Sie vor einer Vielzahl mobiler Sicherheitsbedrohungen.
Schützen Sie Ihr iPad mit einer leistungsstarken Sicherheits-App
Leistungsstarke Sicherheitssoftware wie Norton Mobile Security für iOS wurde entwickelt, um zum Schutz von iPads beizutragen, indem sie Malware, Viren, Betrugslinks und unsichere Websites erkennt und blockiert. Außerdem werden Sie benachrichtigt, wenn Sie mit einem ungesicherten WLAN-Netzwerk verbunden sind, damit Sie vor Hackern, Lauschern und anderen ungebetenen Gästen besser geschützt sind.
Häufig gestellte Fragen
Können iPads über Safari mit Viren infiziert werden?
Es kommt nur selten vor, dass sich ein iPad über Safari einen Virus einfängt. Weit häufiger sind hingegen Popup-Fenster mit Betrugsversuchen, bösartige Weiterleitungen oder Phishing-Seiten, die Ihnen beim Surfen personenbezogene Daten entlocken wollen.
Benötigen iPads Antivirus-Software?
iPads und andere Apple-Geräte verfügen zwar über starke Sicherheitsvorkehrungen; dennoch sollten Sie beim Surfen stets auf Schutz vor Phishing, Malware und Hackern achten. Ihr iPad mit Antivirus-Software wie Norton Mobile Security für iOS zu schützen, trägt dazu bei, Sie und die sensiblen Daten auf Ihren Mobilgeräten besser zu schützen.
Kann ein iPad gehackt werden?
Das iOS-Betriebssystem von iPad und iPhone ist sehr gut gesichert, aber gegen Hacker ist es nicht völlig gefeit. Und wenn jemand an Ihre Apple-ID und Ihr Passwort gelangt, kann er auf Ihr Konto zugreifen. Durch Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) schaffen Sie eine entscheidende zusätzliche Schutzebene und verhindern unberechtigten Zugriff. Mit einem Jailbreak würden Sie auch die integrierten Schutzvorkehrungen schwächen und es Angreifern erleichtern, Sicherheitslücken über Exploits auszunutzen.
Wie kann man überprüfen, ob ein iPad mit einem Virus infiziert ist?
Wenn auf einer Seite behauptet wird, dass Ihr iPad einen Virus habe, wenn plötzlich massenhaft Popup-Werbung auftaucht oder Ihr Gerät ruckelt, abstürzt oder nur noch im Schneckentempo reagiert, könnte es mit Malware infiziert sein. Das Löschen Ihres Cache und ein Sicherheitsscan können helfen, etwaige Probleme zu beheben und die Malware von Ihrem iPad zu entfernen.
Wie gelangt Malware auf ein iPad?
Da Apple jede Veröffentlichung im App Store überprüft, sind iOS-Apps mit Schadcode selten – mitunter aber fallen sie dennoch durch das Raster. Ein häufigerer Weg, wie ein iPad infiziert werden kann, ist das Jailbreaking, das Software-Beschränkungen aufhebt und Geräte anfällig für Malware und Hacker macht.
Redaktioneller Hinweis: Unsere Artikel enthalten Bildungsinformationen für Sie. Unsere Angebote decken möglicherweise nicht jede Art von Kriminalität, Betrug oder Bedrohung ab, über die wir schreiben, oder schützen davor. Unser Ziel ist es, das Bewusstsein für Cyber Safety zu schärfen. Bitte lesen Sie die vollständigen Bedingungen während der Registrierung oder Einrichtung. Denken Sie daran, dass niemand alle Identitätsdiebstähle oder Cyberkriminalität verhindern kann und dass LifeLock nicht alle Transaktionen in allen Unternehmen überwacht. Die Marken Norton und LifeLock sind Teil von Gen Digital Inc.
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